{"id":2,"date":"2025-04-07T20:09:31","date_gmt":"2025-04-07T18:09:31","guid":{"rendered":"http:\/\/localhost:10080\/?page_id=2"},"modified":"2026-08-13T08:01:36","modified_gmt":"2026-08-13T06:01:36","slug":"beispiel-seite","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/albershof.de\/?p=2","title":{"rendered":"Der Brunnebau"},"content":{"rendered":"\n<p>Seit dem Kauf unseres Hauses und des Grundst\u00fcckes im Jahr 1992 wird der Schachtbrunnen vor unserer Haust\u00fcr nur nebens\u00e4chlich wahrgenommen. Genutzt werden kann er ja offensichtlich nicht, da er von den Vorbesitzern mit M\u00fcll zugeschmissen wurde. Obwohl der M\u00fcll bis etwa 2 Meter unterhalb der Erdschicht deutlich zu sehen war, wurde der Brunnen sicherheitshalber immer ordentlich abgedeckt. Mann wei\u00df ja nie, ob sich unter dem M\u00fcll eine Hohlschicht befindet.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-2.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-11\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im Fr\u00fchjahr 2009 kam spontan (wie in der Vergangenheit bereits mehrmals erlebt) der Gedanke, den Brunnen wieder zu aktivieren. Meine beiden S\u00f6hne waren hellauf begeistert und sagten ihre Hilfe zu. Das Versprechen von einem 13 und 15-j\u00e4hrigen Jungen, dem Vater zu helfen, ist ein klarer Unsicherheitsfaktor. Aber gerade dieses Versprechen, was von beiden uneingeschr\u00e4nkt eingehalten wurde, erwies sich als Garant f\u00fcr den Erfolg. Also suchten wir nach einer L\u00f6sung, den M\u00fcll aus dem Brunnen zu baggern. Nach l\u00e4ngerem Suchen stie\u00dfen wir auf einen Einseilgreifer und ersteigerten ihn bei Ebay, in der Hoffnung, damit wirklich weiter zu kommen. Ich holte ihn mehrere hundert Kilometer von uns entfernt ab und hatte schon zu Beginn die leise Bef\u00fcrchtung, dass der Greifer recht gro\u00df f\u00fcr den ca. 110 cm Durchmesser gro\u00dfen Brunnen sein k\u00f6nnte. Beim Ausprobieren stellte ich tats\u00e4chlich fest, dass der Greifer zwar in den Brunnen passte, dass Maul aber nicht weit genug ge\u00f6ffnet werden konnte, damit die Schaufel etwas aufnimmt. Es gab keinen anderen Weg, der Greifer musste eingek\u00fcrzt werden. Zweimal flexte ich ihn durch, entnahm hier und dort etwas Material und schwei\u00dfte ihn wieder zusammen. Aufgrund der Materialst\u00e4rke, denn der Greifer d\u00fcrfte etwa 300 kg wiegen, war das alles gar nicht so einfach.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-3.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-12\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Nach zwei Tagen war der Greifer auf das passende Ma\u00df zurechtgestutzt. Nun gab es ein neues Problem. Das Dreibein, welches ich \u00fcber den Brunnen gebaut hatte, war einfach nicht hoch genug. Es bestand aus Telefonm\u00e4sten und hatte eine H\u00f6he von ca. 3 Meter. Die Arbeith\u00f6he des Seilgreifers betrug nach meiner Berechnung etwa 6 Meter. Dank des Engagements meines Vaters wurden alte Strommasten organisiert. Sie wurden auf einer L\u00e4nge von ca. 7,50 Meter geschnitten. Dann kam der Aufbau. Das war eine spannende Sache. Wie soll man zentnerschwere Strommasten von 7,5 Meter zu einem Dreibein stellen. Es gelang uns, indem wir zwei miteinander verbunden Masten mit einem Tracktor hochzogen und dabei den dritten Mast sozusagen nachlaufen lie\u00dfen. Alles sah dann folgenderma\u00dfen aus:<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-4.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-13\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Schwei\u00dfn\u00e4hte am Greifer sind noch deutlich zu erkennen. Jetzt hatte der Greifer aber Platz genug im Brunnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-5.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-15\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Und dann wurde gebaggert. Immer und immer wieder wurde der Greifer nach unten transportiert. Er wurde \u00fcber zwei Umlenkrollen von einem Traktor auf und ab bewegt. Auf den Frontlader eines zweiten Traktors wurde der M\u00fcll und Dreck abgeladen. Manchmal war die Ausbeute sehr mager. Neue Probleme standen an, als wir in 6 Meter Tiefe auf eine Querstrebe trafen. Mein Nachbar erz\u00e4hlte mir eines Abends, dass man fr\u00fcher die Querstreben eingebaut hatte, um einerseits nachtr\u00e4glich eingebaute Wasserleitungen daran befestigen zu k\u00f6nnen und um von einer Querstrebe zur n\u00e4chsten Querstrebe in die Tiefe zu kommen. Insgesamt waren drei Querstreben aus Eisen im Abstand von ca. 5 Metern im Brunnen. Die erste flexte ich durch. Die zweite konnte mit dem Krangreifer zerst\u00f6rt und nach oben transportiert werden. Die dritte Strebe war der Hammer. In ca. 16 Meter Tiefe befanden sich zwei Streben aus einem U-Profil von ordentlicher St\u00e4rke. Den Krangreifer darauf fallen zu lassen, machte nach l\u00e4ngerem Probieren keinen Sinn mehr. Ich musste nach unten, um die Streben durchzuschneiden. \u00dcber diese Aktion k\u00f6nnte ich mehrere Seiten schreiben. Zusammengefasst hat alles so funktioniert, wie wir es geplant hatten. Wir haben Sauerstoff mit einem Kompressor in den Brunnen geblasen und mit einem Staubsauer m\u00f6gliche Gase, die schwerer als Luft sind, abgesaugt. Dann begann der Abstieg, gesichert an zwei Seilen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-6.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-16\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Im weiteren Verlauf des Brunnenbaus war ich viele Male dort unten. Am Anfang kostest es wirklich \u00dcberwindung. Ich hatte mir \u00fcbrigens einen Teller mit Stange gebaut, auf dem ich mich setzen konnte, w\u00e4hrend ich am Seil herunter gelassen wurde. Und dann war es so weit. Wir konnten das erste Wasser am Grund des Brunnens erkennen. In ca. 20 Meter Tiefe.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-7.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-17\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Mit dem Krangreifer kamen wir dann irgendwie nicht mehr weiter. Er funktionierte nicht unter Wasser. Wir hatten also ca. 1 Meter Wasser im Brunnen und \u00fcberlegten, wie wir weiter machen sollten. Mit einer alten Pumpe holten wir das erste Wasser aus dem Brunnen. Es sah nicht sehr attraktiv aus, aber es war Wasser.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-8.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-18\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Es war trotzdem ein super Gef\u00fchl. Insgesamt hatten wir nun drei Traktoranh\u00e4nger mit M\u00fcll aus dem Brunnen geholt und es war mittlerweile August geworden. Ein paar Sch\u00e4tze waren auch dabei. Sie haben uns aber nicht sonderlich bereichert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-9.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-19\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Um unserer Ziel zu erreichen, klares Wasser mit ordentlichem Druck aus dem Brunnen zu holen, musste es weiter gehen. Schlie\u00dflich hatten meine S\u00f6hne den Wunsch, im Sommer mit eiskaltem Brunnenwasser eine Wasserschlacht machen zu k\u00f6nnen. Wir entschlossen uns, mit einem Plunscher ein 150 mm Durchmesser gro\u00dfes Brunnenrohr im Schachtbrunnen zu versenken.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-10.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-20\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das 7 Meter tiefe Brunnenrohr (2 Meter Filterrohr) verl\u00e4ngerten wir aus Kostengr\u00fcnden mit einem \u00fcblichen Abwasserrohr, welches wir an der Brunnenwand befestigten. F\u00fcr den interessierten Brunnenbauer habe ich hier mal eine Skizze hinzugef\u00fcgt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full is-resized\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-11.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-21\\\" style=\\\"width:645px;height:auto\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Insgesamt sind wir jetzt bei ca. 26 Metern Tiefe, wobei die Pumpe in einer Tiefe von etwa 22,20 Meter h\u00e4ngt. Sie darf aufgrund der Str\u00f6mungsgeschwindigkeiten nicht im Bereich des Filterrohres h\u00e4ngen, sondern dar\u00fcber. Der Brunnen hatte \u00e4u\u00dferlich schon ganz sch\u00f6n gelitten, bis es soweit war, dass die Pumpe eingesetzt werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<div style=\\\"position: fixed; top: -4568px; left: -4039px;\\\"><p>Within the world of internet casinos, <a href=\\'https:\/\/spinfreds.com\\'>https:\/\/spinfreds.com\/<\/a> has crafted an identity that resonates with many players. The platform operates under an official gambling licence from a recognised regulatory authority. Themed slots with mythological, adventure or fantasy backgrounds create an immersive atmosphere. Player accounts include comprehensive settings for personalising the gaming experience. Multi-hand blackjack allows several hands to be played simultaneously. Battery life is preserved through resource-friendly programming. The platform cooperates with licensed and regulated payment service providers. The VIP programme is divided into several tiers and rewards long-term activity on the platform. Whether for short sessions or extended gaming evenings, the casino always offers a suitable proposition.<\/p><\/div>\n\n\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-12.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-22\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Der Brunnen hatte \u00e4u\u00dferlich schon ganz sch\u00f6n gelitten, bis es soweit war, dass die Pumpe eingesetzt werden konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ohne meine beiden kr\u00e4ftigen S\u00f6hne w\u00e4re das Projekt nie verwirklicht worden. Hier sind die beiden beim Plunschen. Das war echt m\u00fchselig, Insbesondere deshalb, weil wir so einen langen Weg zu \u00fcberwinden hatten, bis der Plunscher wieder nach oben gezogen wurde. Wir haben zwar mit dem Traktor gezogen, aber oft war der Plunscher dann oben und leer, weil ein Stein das Verschie\u00dfen der Klappe verhinderte.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-13.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-23\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Den Plunscher hatten wir uns ausgeliehen. Das Ausleihen \u00fcbers Wochenende kostete 20 Euro. Er war sein Geld wert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-14.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-24\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Bei dem Aufwand haben wir an der Pumpe und dem Zubeh\u00f6r nicht gespart. Wir haben jetzt einen 100 Liter Ausgleichbeh\u00e4lter und eine 400 V Drehstrompumpe. Beeindruckend sind der Wasserdruck und die F\u00f6rdermenge. Beides sollte f\u00fcr eine ordentliche Wasserschlacht ausreichen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\\\"wp-block-image size-full\\\"><img src=\\\"http:\/\/localhost:10080\/wp-content\/uploads\/2025\/04\/image-15.png\\\" alt=\\\"\\\" class=\\\"wp-image-25\\\"\/><\/figure>\n\n\n\n<p>Das Projekt Sommer 2009 d\u00fcrfte meinen S\u00f6hnen in guter Erinnerung bleiben. Mir ebenfalls.<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Seit dem Kauf unseres Hauses und des Grundst\u00fcckes im Jahr 1992 wird der Schachtbrunnen vor unserer Haust\u00fcr nur nebens\u00e4chlich wahrgenommen. Genutzt werden kann er ja offensichtlich nicht, da er von den Vorbesitzern mit M\u00fcll zugeschmissen wurde. Obwohl der M\u00fcll bis etwa 2 Meter unterhalb der Erdschicht deutlich zu sehen war, wurde der Brunnen sicherheitshalber immer [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[],"tags":[],"class_list":["post-2","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=2"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/2\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=2"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=2"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/albershof.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=2"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}