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Albershof

Steinofenbau

Vom Fundament bis zum ersten Feuer – der Bau unseres Steinbackofens aus Feldbrand- und Schamottesteinen im Frühjahr 2013.

  • 2013
  • 4 Min. Lesezeit
  • 19 Bilder
Fundament
120 × 130 cm, 70 cm tief
Wärmespeicher
Schamotte
Bodenisolierung
5 cm Steinwolle
Schornsteinschacht
10 × 10 cm

Schon lange haben wir den Gedanken im Kopf, einen Steinbackofen zu bauen. Es ist auch schon lange her, dass wir uns ein Buch zu diesem Thema gekauft haben. Nun wurde es Zeit, diesen Gedanken in die Tat umzusetzen. Wir begannen im Frühjahr 2013. Die Planung fand überwiegend während des kalten Winters Januar, Februar und März 2013 statt.

Zu Beginn ging es um Grundsätzlichkeiten. Wie soll er aussehen? Welche Maße soll er haben? Welches Baumaterial soll verwendet werden? Das Internet bietet auch hierzu viele Informationen. Wir entschieden uns dann für Schamottesteine als Wärmespeicher, weil sie gegenüber Lehm den Vorteil haben, dass sie robuster sind. Der Lehmbauer wird wahrscheinlich Gegenargumente bringen, aber derzeit bin ich von der Wahl der Schamottesteine überzeugt.

Das Fundament

Nachdem wir einen geeigneten Platz auf unserem Grundstück gefunden hatten, begannen wir mit den Vorbereitungen für das Fundament. Wir gruben ein etwa 120 x 130 cm großes Loch mit einer Tiefe von ca. 70 cm. Das Loch wurde mit Kies gefüllt. Anschließend wurde das Fundament gegossen. Wer mich kennt, weiß, dass ich an Zement nicht gespart habe. Zudem wurden Bewehrungseisen hinzugefügt.

  • Eine rechteckige, etwa 70 Zentimeter tiefe Grube im Erdreich
    Die Grube für das Fundament
  • Das frisch gegossene Betonfundament in seiner Holzschalung
    Das gegossene Fundament

Der Sockel

Die Holzkonstruktion und Richtschnur waren unverzichtbar, um gerade Wände zu mauern. Denn die Feldbrandsteine hatten alle unterschiedliche Formate.

Ich habe weißen Zement benutzt, in der Hoffnung, dass die Platte auch immer schön weiß bleibt. Den Mehrpreis hätte ich mir sparen können. Im vorderen Bereich habe ich zwei Eisen eingebracht. Sie sollten später dazu dienen, eine Ablagefläche vor der Ofentür aus Beton gießen zu können.

Schamotte und Isolierung

Zum Thema Schamottesteine könnte ich ein abendfüllendes Programm bieten. Denn so leicht, wie ich mir das vorgestellt habe, war es nicht. Man liest im Internet, dass man darauf achten soll, lebensmittelechte Schamottesteine zu benutzen. Beim örtlichen Baustoffhandel erntete ich nur verständnisloses Kopfschütteln. Dann habe ich verschiedene Hersteller von Schamottesteinen angeschrieben. Wenige hatten ein Zertifikat. Es gab Zertifikate, die von der Firma selber ausgestellt wurden. Nach langer Suche habe ich mich für Schamottesteine vom Ziegelwerk Waldsassen „Hart Keramik“ entschieden. Und hier bin ich auf einen sehr hilfsbereiten Mitarbeiter gestoßen, der mir sehr geholfen hat. Nachdem ich die Lieferung erhalten hatte, wurde der Bau fortgesetzt.

Ein Rahmen aus Schamottesteinen auf der Betonplatte des Sockels

Auf die dicke Isolierungsschicht habe ich dann die Schamotteplatten gelegt. Sie haben die Maße 50 x 20 cm. Da sie etwa 3,4 cm dick sind, habe ich sie doppelt gelegt, um mehr Speichermasse am Boden zu haben.

Gewölbe, Tür und Außenwand

Um das Gewölbe zu mauern, habe ich ebenfalls Schablonen angefertigt. Die Ofentür habe ich im Internet gekauft.

  • Das Gewölbe aus hellen Schamottesteinen wird über halbrunden Holzschablonen gemauert
    Das Gewölbe entsteht über Schablonen.
  • Das gemauerte Schamottegewölbe mit eingesetzter schwarzer Ofentür
    Die Ofentür ist eingesetzt.

So sieht der gemauerte Backraum aus. Die Türöffnung ist fast genauso groß, wie der Backraum breit ist. Das soll dazu dienen, den Backraum auch mit großem Backgut leicht bestücken zu können.

Der Schornstein

Die Holzkonstruktion (Schablone) konnte kurz nach dem Mauern entfernt werden. Danach wurde der Zwischenraum mit Isolierung verfüllt. Als Isolierung wurde die bereits beschriebene hitzebeständige Steinwolle genommen.

Damit die Hitze nicht entweicht, habe ich aus Edelstahlresten einen einfachen, aber effektiven Schieber gebaut. Er wird in den Schornstein eingesetzt, damit die Hitze nicht entweichen kann, wenn der Ofen auf Betriebstemperatur ist.

Das erste Feuer

Natürlich konnten wir nicht lange warten, um den Ofen etwas anzuheizen.

Der Steinbackofen mit offener Tür, im Inneren lodert ein Holzfeuer
Das erste Anheizen

Jetzt müssen noch die Seiten verputzt und die Abstellfläche vor der Tür gegossen werden.